Bremen Lexikon

Das Bremen-ABC




Das Bremen-ABC blickt auf die Gegenwart
ebenso wie in die Vergangenheit,
stellt Kurioses und Anekdotisches vor, beleuchtet (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) Bremer Sitten und Gewohnheiten,
Essen & Trinken, Persönlichkeiten und Traditionen, Denkmäler und Bauwerke -
von A wie Aalessen bis Z wie Zoo am Meer in Bremerhaven.



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Bremen - ABC

Ein kurzgefasstes Bremen - Lexikon


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Bremer Schlüssel

Bremer Wappen, Attribut des heiligen Apostels Petrus, Schutzpatron des Doms. Veränderte seine Bedeutung und schließt heute die Welt auf und das eigene Haus zu.


Bremer Schnack

Umgangssprache in Bremen, Mischung aus Hochdeutsch und Plattdeutsch mit typischen Merkmalen: Echte Bremer nuscheln, verschlucken Silben am Ende, s-tolpern über s-pitze S-teine und gehen umme Ecke anne Weser inne Kneipe.


Hugo Schauinsland

Zoologe, der 1896 das Bremer Überseemuseum gründete und die Präsentation neu konzipierte: Schauobjekte wurden Gruppen und "Gemeinschaften" zugeordnet, denn Natur und Kultur gehörten für ihn untrennbar zusammen.


Samba-Karneval

Traditionsreicher Bremer Karneval seit 1986, der größte in Europa. Internationale Gruppen tanzen mit tollen Masken und Kostümen durch Innenstadt und Ostertor. Motto im Februar 2010: "Land unter".

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Schaffermahlzeit

Ältestes Festmahl der Welt. 300 Herren sitzen zugunsten des Hauses Seefahrt.unter sich, essen, reden, rauchen und spenden viel. Ehrengast ist Bundespräsident Horst Köhler.

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Schiffahrtsmuseum

Das Deutsche Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven dokumentiert Schifffahrtsgeschichte, stellt als Glanzstück die 1962 in der Weser gefundene und jahrzehntelang restaurierte Hansekogge aus.


Schmeckemahlzeit

Am Tag vor der traditionellen Schaffermahlzeit wurde vor allem der Stockfisch gekostet, ob er auch genießbar ist. Probiert wurde auch das dunkle mit Malz angereicherte Seefahrtsbier, das keinen Alkohol enthält.

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Schokokuss

Politisch korrekte Bezeichnung vom Negerkuss, Süßware aus gezuckertem Eiweißschaum mit Schokoladenglasur. Wurde 1920 von einer Bremer Firma erstmals in Deutschland hergestellt.


Schuppen 1

Schuppen im Europahafen, steht unter Denkmalschutz. Die großen Hallen werden derzeit für Wohnen, Arbeit und Freizeit umgebaut. Ein weiteres Großprojekt in der wachsenden Überseestadt.

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Seebühne Waterfront

Saisonale Spielstätte des Theaters in den alten Hafengebieten in Gröpelingen. Hier wird kurz vor Ende der Spielzeit eine konzertante Operninszenierung als Open-Air-Event gezeigt. 2009 war es "Aida".

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Senatorenkringel

Nach der Wahl eines neuen Senatsmitglieds gab es Senatorenkringel im Privathaus des neuen Senators für die Gratulanten und für die neugierigen Schaulustigen vor den Fenstern des Hauses (bis Mitte des 19. Jhd.).


Sendesaal Radio Bremen

Auf dem alten Hörfunkgelände in der Vahr wird er nach langem Streit wieder als akustisch einmaliger Konzertsaal für Gastspiele und Musikproduktionen genutzt.


Seute Deern

90 Jahre alte Dreimastbark im Museumshafen von Bremerhaven, maritimes Wahrzeichen. Hier kann festlich gespeist und originell geheiratet werden. Größter hölzerner Frachtsegler der Welt, der im Original erhalten werden konnte.


Shakespeare im Park

Beliebtes Freiluftspektakel auf der Melcherswiese im Bürgerpark. Hier findet jedes Jahr ein Open-Air-Theatersommer statt. Die Bremer Shakespeare Company spielt unter freiem Himmel, die Zuschauer sitzen auf der Wiese beim Picknick.


Sixdays

Das Bremer 6-Tage-Rennen gibt es seit 1965 und gilt als das größte der Welt. 45 Mal hat es bereits stattgefunden und ist in Bremen die "sechste Jahreszeit", gleich nach der fünften, dem Freimarkt.


Sögestrasse

Am Anfang steht eine bronzene Schweineherde mit Hirt. Im Mittelalter gab es hier viele Schweineställe (Söge = Sau). Heute verkehrsberuhigte Einkaufsstraße in der City.

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Sommer in Lesmona

"Klassik-Sommer-Freiluft-Vergnügen" mit Kultcharakter in Knoops Park in Bremen-Nord, benannt nach dem Briefroman von Marga Berck. Besucher picknicken bei Konzerten der Deutschen Kammerphilharmonie.


Speckflagge

Wie "gestreifter Speck", ist waagerecht mindestens 8 Mal rot-weiß-gestreift, am Flaggenstock gewürfelt. Rot und weiß sind die Farben des Hl. Römischen Reiches dt. Nation.


Speckgürtel

Niedersächsisches Umland. Hier wohnen viele Pendler, die in Bremen arbeiten, aber Steuern in Niedersachsen bezahlen, die die Stadt dringend gebrauchen könnte.

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Speicher XI

Restaurierter, fast 400 Meter langer Hafenspeicher aus Backstein im einstigen Überseehafen, der Platz für die Kunsthochschule und diverse Kulturinitiativen bietet.

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Spuckstein

Unscheinbarer Pflasterstein am Seitenportal des Doms, auf den heute noch gern gespuckt wird, um Abscheu vor der Giftmörderin Gesche Gottfried zu zeigen, die 1831 hier enthauptet wurde.

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St. Pauli Girl

Alte Biermarke der St. Pauli Brauerei von 1857, die weiterhin vom InBev-Konzern produziert und in die USA exportiert wird. Im Brauhaus-Keller der ehemaligen Brauerei in der Bleicherstraße wird heute Theater gespielt.


St.-Petri-Dom

Erster Vorläufer war 789 ein hölzerner Dom auf der Weserdüne. Der erste steinerne Dom brannte ab, im 11. Jahrhundert wurde mit dem Bau des heutigen Domes begonnen, der aber mehrfach zerstört und wieder aufgebaut wurde.


Stadt am Fluss

Programm seit 1990 zur Entwicklung Bremens und Neuentdeckung der Weser als zentrale Leitlinie. Ausbau der Überseestadt und der Schlachte. Motto: Leben und Arbeiten am Fluß, in alten und sanierten Gebieten der ehemaligen Hafenreviere.


Stadtmusikantenpreis

Sich um Bremen verdient machen- dafür gab es den Preis erstmals 2009: Loriot (Medien), Henning Scherf und Brigitte Boehme (Bürgerschaftliches Engagement), Werder Bremen (Marketing) und Armin Müller-Stahl (Kultur).


Stadtwaage

Historischer Standort der städtischen Waage Bremens in der Langenstraße. Hier mußten alle Händler ihre Waren wiegen lassen. Das Haus mit rekonstruiertem Giebel ist heute Sitz der Günter-Grass-Stiftung.


Stadtwald

Erweiterung des Bürgerparks im Norden, 1906 beschlossen vom Senat. Mit Rodelberg, Minigolf, Trimmbahn, Spielplätzen, Natur- und Erlebnispfad. Wird vom Bürgerparkverein betreut und lebt von Spenden.


Stadtweg, Bremer

Radtour ab Hauptbahnhof zu touristischen Highlights, wahlweise von 8 bis 30 Kilometern. Das Hinweisschild mit den Fahrrad fahrenden Stadtmusikanten hängt unter Straßenschildern.


Stadtwerder

"Sahnestück" zwischen Weser und Kleiner Weser, zentral gelegen und im Grünen, mit Blick auf die Altstadt. Bislang Naherholungsgebiet. Hier werden im Jahr 2010/11 Wohnungen in bester (und teurer) Lage gebaut.


STATTreisen

Bietet in Bremen Stadtführungen der normalen und besonderen Art - "Butterfahrten" mit dem Fahrrad, Wein-"Kreuzfahrten" auf der Weser, historische und spezielle Themenführungen, auch ins Umland.


Stein der Hoffnung

Gedenkstätte in Blumenthal, die an die Opfer der Nazis erinnert. 123 Menschen sind auf der Bahrsplate, dem Außenlager des KZ Neuengamme ums Leben gekommnen. In den Stein gemeißelt sind Namen der Opfer.


Stern

Verkehrsknotenpunkt in Schwachhausen. Hier kreuzen (und stauen) sich Busse und Straßenbahnen, Autos und Rafahrer Richtung Messe, Bürgerpark, Hauptbahnhof oder Schwachhausen.


Stinklachs

So werden die Stinte genannt. Im rohen Zustand riechen die zur Lachsgattung gehörigen Fische nicht sehr gut. Heute werden sie in der Weser wieder gefangen. Man isst sie in Roggenschrot paniert und gebraten.


Stühlerücken

Bremische (und norddeutsche) Sitte, den Menschen, die gerade umgezogen sind, auf die Pelle zu rücken und mit Speisen und Getränken im neuen Heim eine Überraschungsparty zu organisieren.


Sunnerklaaslaufen

Nikolauslaufen: Kinder ziehen verkleidet von Haus zu Haus und Laden zu Laden, um Geschenke einzusammeln, meist Süssigkeiten. Sunte (niederdt.) = Sankt. Mittelalterlicher Brauch, früher bei Klosterschülern beliebt.