Bremen Lexikon

Das Bremen-ABC




Das Bremen-ABC blickt auf die Gegenwart
ebenso wie in die Vergangenheit,
stellt Kurioses und Anekdotisches vor, beleuchtet (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) Bremer Sitten und Gewohnheiten,
Essen & Trinken, Persönlichkeiten und Traditionen, Denkmäler und Bauwerke -
von A wie Aalessen bis Z wie Zoo am Meer in Bremerhaven.



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Bremen - ABC

Ein kurzgefasstes Bremen - Lexikon


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Kaffee-Hag

Erster koffeinfreier Kaffee, erfunden von Ludwig Roselius in Bremen. Das historische Fabrikgelände in der Überseestadt, gebaut 1906, steht unter Denkmalschutz und wird nach Sanierung neuen Nutzungen zugeführt.

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Kaffeebrot

Bremer "Brot"-Spezialität, die man am besten in den Kaffee "stippt". Der aus Hefeteig gebackene Brotlaib wird in Scheiben geschnitten, die auf einer Seite mit flüssiger Butter betrichen, mit Zimtzucker bestreut und erneut gebacken werden.


Kaffeestube

Die erste Bremer Kaffeestube soll 1673 im Schütting eröffnet worden sein, eine der ersten in Deutschland. Der Kaffee kam aus Holland und wurde schnell ein beliebtes Modegetränk, dazu genoß man Branntwein und Tabak.


Kaisen-Häuser

Nachkriegs-Erlaß von Bürgermeister Kaisen im stark zerstörten Bremen, der wegen der Wohnungsnot das Wohnen "auf Parzelle" erlaubte. Aus dem Provisorium wurde ein Dauerzustand. Die Bewohner dürfen "auswohnen", danach wird abgerissen.


Kaiserschleuse

Wird in Bremerhaven neu gebaut, um Platz zu schaffen für die modernen Autofrachter. Größtes Bauwerk seiner Art in Europa, Kosten werden auf 230 Millionen veranschlagt. Soll Mitte 2010 fertig sein.


Kajenmarkt

Backfisch und Shanty-Chöre, Krabbenbrötchen und Bier, Marktschreier und Kunsthandwerker beleben von Mai bis September das Weserufer an der Schlachte.


Kaminsaal

Befeuert wird der Kamin aus französischem Marmor nicht, gab aber diesem repräsentativen Saal im Bremer Rathaus seinen Namen. Er besticht durch Schönheit und Eleganz: edles Parkett, kostbare Stuckdecken, rote Seidentapete.


Kapitänstag

Alljährlich von Senat und Bremischer Hafenvertretung veranstaltet, zur Ehrung von Kapitänen aus Luft- und Seefahrt. Geehrt werden auch verdiente "Kapitäne" der Politik, 2009: Hans Koschnick.


Kippenberg-Gymnasium

Feiert in diesem Jahr 150jähriges Bestehen. War bis 1971 eine reine Mädchenschule. Gegründet 1859 von Bremer Pädagogen August Kippenberg für die bessere Bildung und Ausbildung von Frauen.


Kirchentag ...

... Deutscher Evangelischer. Ab heute bis 24.5. Erstmals in Bremen, mit 3000 "Events" vom Abendgebet bis zum Open-air-Konzert. Steht unter dem biblischen Motto "Mensch, wo bist Du?".


Klaben

Eine Art Weihnachtsstollen aus Hefeteig mit viel Rosinen, Mandeln, Zitronat, Orangeat und Gewürzen, ohne Puderzucker obendrauf. Hat Ähnlichkeit mit einem kalorienreichen Früchtebrot und liegt durchaus schwer im Magen.


Kleiner Roland

Steht in der Neustadt auf schön geschmückter Säule, mit spitzen Knien wie sein großer Bruder, aber ohne Schwert. Eine Stiftung der Neustädter Polizei von 1737.

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Klimahaus

Einzigartige Wissens- und Erlebniswelt in den Havenwelten von Bremerhaven. Man reist entlang des 8. Längengrads rund um die Welt und lernt dabei Menschen und ihre Lebenswelten kennen.

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Klinkerelefant

Reichs-Kolonialehrenmal von 1932, nach politischen Protesten der 1990er Jahre ein Anti-Kolonialdenkmal. Ein neuer Verein plant die Nutzung der Krypta unter dem Elefanten.

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Klönschnack

Norddeutscher Slang: kleine Plauderei über düt und dat, wird nicht selten "op Platt gesnackt". Klönen = sich unterhalten, snacken = reden. Schwätzchen unter Freunden.


Klosterochsenzug

Zwei geschmückte Ochsen wurden Mitte des 19. Jahrhunderts durch Bremen getrieben und anschließend zugunsten des Klosterkrankenhauses verlost. Zuletzt 1896.

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Kluten

Eine schwarz-weisse (sehr süsse) Süssigkeit aus weicher Zuckermasse (Fondant) mit Pfefferminzaroma, zur Hälfte mit Schokolade überzogen. Etwas größer als ein Würfelzucker.


Knigge, Adolph Freiherr

Im Buch "Über den Umgang mit Menschen" fühlte sich Knigge bürgerlicher Aufklärung verpflichtet. Er wurde leider als "Benimm-Papst" missverstanden. Sein Grab ist im Bremer Dom zu besichtigen.


Knigge, Café

1889 gegründetes Familien- Unternehmen in der Sögestraße. Hier "kaffeesieren" traditionsbewußte Bremer und essen berühmte Torten, außerdem Snacks und Mittagstisch. Zentraler Treffpunkt in der Innenstadt.


Knipp

Arme-Leute-Essen aus dem Teufelsmoor, wo es Fleisch früher nur selten gab. Die typische Grützwurst gibt es seit 1860, das Fleisch wird mit Getreide verlängert. Früher ein Resteessen, heute Spezialität. Wird gebraten.


Knoops Park

Bremer Kaufmann Ludwig Knoop baute sich an der Lesum ein Schloss und ließ drumherum einen Park nach dem Vorbild englischer Landschaftsgärten anlegen. (Bremen-Nord)


Köpkenstraße

Erste Fußgängerzone Bremens, 1972 von Anwohnern in Selbsthilfe geschaffen, die Bäume auf der Straße pflanzten, weil sie Lärm und Abgase der Autos, die sich in den Straßen des Ostertors verirrten, nicht mehr ertragen wollten.

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Kogge

1962 im Weserschlick gefunden, aufgebaut und konserviert. Steht im Schiffahrtsmuseum Bremerhaven. Als Nachbau schippert die "Roland von Bremen" über die Weser.


Kohlfahrt

Wintervergnügen im Norden, von November bis Februar. Gruppen fröhlicher Menschen wandern übers Land, trinken Schnaps, spielen, singen und essen zum Abschluß Kohl und Pinkel.

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Kohlfahrten

Gruppenwanderungen in Norddeutschland, begleitet von hochprozentigen Getränken und lustigen Spielen, die in einem üppigen Kohl & Pinkel-Essen ihren Höhepunkt finden.

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Kommode

Historischer Wasserturm seit 1871 auf dem Stadtwerder (Weserinsel), aufgrund seiner Form umgedrehte Kommode genannt, über künftige Nutzung innerhalb neuer Bebauung wird noch gestritten.


Kontorhaus am Markt

Langenstraße/Marktplatz. Gebaut 1910/1912, denkmalgeschützt. 2002 umgestaltet zum Shoppingzentrum mit exklusiven Läden, Restaurants und schönem Lichthof mit Glaskuppel und historischer Außenfassade.


Krimibibliothek, Deutsche

Einzigartig in Deutschland, eingerichtet in der Zentralbibliothek Am Wall im ehemaligen Polizeihaus. Ein passender Ort für rund 3500 Krimis.


Krüselbraten

Wenn die auf der Sommerweide gut genährten Ochsen geschlachtet wurden, gab es einen Braten, um die Güte des Fleisches zu testen. Anfang Oktober war es abends schon dunkel, die Krüsel (Tranlampe) wurde angezündet.


Kükenragout

Typische Bremer Speise, früher aus Stubenküken, heute mit "normalem" Huhn, Zunge, Bries, Champignons, Spargel und Sauce aus Krebsbutter. Dazu Blätterteig-Halbmonde.

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Kulturkirche St. Stephani

"Ort des kulturellen Experiments, des spirituellen Spiels und der Sinnsuche." Unterschiedliche kulturelle Aktionen aus Musik, Bildender Kunst, Theater, Tanz, Film, Literatur.


Kulturmeile

Meile von der Stadtbibliothek über Kunsthalle, Gerhard-Marcks-Haus, frühere Ostertorwache, zu Villa Ichon und Goethetheater bis ins "Viertel".

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Kunst im öffentlichen Rau

Programm des Senats von 1973, das Objekte, Skulpturen und die Bemalung von Bunkern und Fassaden fördert. Bundesweit erstes staatliches Programm dieser Art mit Modellcharakter.

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Kunsthalle Bremen

Wird z.Zt. umgebaut. Eine der führenden Sammlungen moderner Kunst. Von Kunstliebhabern 1849 gegründet und bis heute in privater Trägerschaft des Kunstvereins (7500 Mitglieder).