Haushalt

Fruchtfliegen



Sommerplage: Fruchtfliegen

Wenn es richtig warm wird (und bleibt), dann quälen uns Plagegeister der besonderen Art: Fruchtfliegen, lateinisch "Drosophila Melanogaster." Sie kommen in Massen, wann immer Obst herumliegt. Auch in geöffnete Weinflaschen werfen sie gern einen Blick, um in der Regel runterzufallen und im Wein zu ertrinken. Nicht gerade appetitlich.

Mini-Stubenfliegen

Die unangenehmen Tierchen lieben es feucht, süß und sauer, sehen aus wie Miniatur-Stubenfliegen, haben rote Augen und ein dunkles Hinterteil. Das hat ihnen auch ihren eigentlichen Namen eingetragen: "Schwarzbäuchige Taufliege“.

Rotweinsüchtig

Sie werden sogar besungen, Funny van Dannen weiß ganz offensichtlich, wovon er singt:
"Sie sitzen auf Bananen und auch auf Apfelsinen,
sie sind viel schlimmer als Wespen und Bienen,
sie schlafen auf Pflaumen und Apfeltaschen,
sie stürzen sich in offene Rotweinflaschen ...
sie kommen aus dem Nichts in der schönen Jahreszeit."

Tropische Wärme

Aber von irgendwoher müssen sie ja kommen - tun sie auch: Ursprünglich aus den Tropen und Subtropen. Sie überwintern bei uns in den warmen Häusern in Ritzen und versteckten Winkeln oder kommen im Frühjahr aus südeuropäischen Ländern mit Frucht und Gemüsetransporten zu uns, per LKW oder Bahn. Oder noch einfacher: aus der Biotonne. In warmen, feuchten Räumen fühlen sie sich besonders wohl, also in Küche und Bad.

Überträger von Bakterien

Da nerven die Fruchtfliegen uns dann wirkungsvoll einen ganzen Sommer lang. Am liebsten sitzen sie auf aufgeschnittenem Obst, besonders gern, wenn es überreif oder gar schon ein bisschen vergammelt ist. Weil sie auch auf fauligen Sachen sitzen, übertragen sie natürlich Pilze, Keime und Bakterien. Dort, wo es nach Alkohol riecht oder wo sich Zucker und Fruchtsaft verbinden, da legen die Fruchtfliegen ihre Eier am liebsten ab.

Massenhafte Vermehrung

Ein Weibchen kann bis zu 400 Eier legen. Wenn davon nur die Hälfte nach 14 Tagen schlüpft und sich auch wieder vermehrt, dann ist klar, warum die Plage kein Ende nimmt.
"Auf die Sahne, auf den Kuchen, in die Suppe, auf den Brei,
in dem Saft und auf der Birne sitzen zwei,
nein, jetzt schon drei, vier, fünf, sechs, sieben ..."

singt Funny van Dannen.

Fruchtsaft als Lockmittel

Die Fruchtfliegenfalle hilft, zumindest einem Teil der lästigen Biester den Garaus zu machen: Man mischt Wasser mit einem Tropfen Spülmittel, etwas Essig und Fruchtsaft in einem Glas oder in einer Schale und wartet. Irgendwann sammeln sich die Fruchtfliegen darin, weil Zucker und Säure die gierigen Tierchen anlocken.

Fruchtfliegenfalle

Das Spülmittel verringert die Oberflächenspannung des Wassers, "trägt" also nicht und lässt sie buchstäblich ersaufen. Die Mischung kann man auch in ein Gefäß füllen und dieses bis auf ein kleines Loch verschließen. Dann finden die Fliegen den Weg nicht mehr heraus und ertrinken ebenfalls im Ködersaft.