
Gründe, biologische Lebensmittel zu kaufen, gibt es viele, und es sind alles gute Gründe. Aber wo "Bio" drauf steht, muss auch "Bio" drin sein. Zumindest dann, wenn das Wort von einem kleinen, grünen Sechseck umrahmt ist. So sieht das EU-Biosiegel aus, das die Bundesregierung 2001 eingeführt hat. Es garantiert eine ökologische Erzeugung. Das heißt: bei der Herstellung von Gemüse, Fleisch oder Kosmetika müssen zahlreiche Vorschriften beachtet werden.
Ökologisch erzeugte Lebensmittel haben viel weniger Zusatzstoffe. Die Tiere werden besser gehalten, haben Auslauf und genug Platz, es wird viel mehr auf Tierschutz geachtet. Gentechnik ist verboten, die Futtermittel sind besser. Insgesamt ist diese Art und Weise, Lebensmittel zu produzieren, sorgfältiger; naturgemäßer und weniger auf die schnelle industrielle Produktion ausgerichtet.
Auf das Bio-Siegel, sagen die Verbraucherzentralen, kann man sich verlassen. Egal, wo man einkauft: im Supermarkt, im Bioladen oder im Reformhaus. Darüber hinaus gibt es in den Bioläden Produkte sogenannter Bio-Anbauverbände, zum Beispiel Bioland oder Demeter, die noch strengere Richtlinien in Anbau und Verarbeitung erfüllen. Diese Produkte sind allerdings noch mal deutlich teurer.
Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln wächst ständig. Um den Nachschub zu sichern, müssen die Händler inzwischen auch im Ausland einkaufen. Dabei kann man die langen Transportwege beispielsweise aus Israel oder Brasilien kaum als umweltfreundlich bezeichnen. Ein zwiespältiges Thema auch für umweltbewußte Bio-Kunden. Aber den Ausschlag für den Import gibt dann doch die ökologische Produktion in den Herkunftsländern.