Bremen Umgebung


Museumsdorf
Cloppenburg


Bild aus dem Museumsdorf Cloppenburg, Ausstellung, Kultur, Freizeit in Cloppenburg

Museumsdorf Cloppenburg



Öffnungszeiten:
März - Oktober
Mo - So 9 - 18 Uhr
Nov. - Februar
Mo - So 9 - 16.30 Uhr


Bild aus dem Museumsdorf Cloppenburg, Ausstellung, Kultur, Freizeit in Cloppenburg
Grützemühle von 1771
Täglich Grütze - billiger
als Mehl und Brot




6371

"Museumsdorf Cloppenburg"

Niedersächsisches Freilichtmuseum

250.000 Besucher im Jahr anzulocken, das ist angesichts einer Freizeitindustrie, die sich um immer neue Superlative bemüht, eine stolze Leistung. Das Museumsdorf Cloppenburg schafft es seit Jahren - vielleicht, weil es hier auf 20 Hektar Ausstellungsfläche regionale Geschichte „zum Anfassen“ gibt.

Originale Gebäude

Ein Freilichtmuseum hat seinen besonderen Reiz. Durch die Landschaft zu spazieren, alten Handwerkstraditionen zu begegnen und originale Bauernhäuser zu besichtigen, die Geschichten vom Leben auf dem Land in früheren Jahrhunderten erzählen, das ist eine besondere Art des Museumsbesuchs.
Cloppenburg gilt als ältestes Freilichtmuseum Deutschlands und hat Originalgebäude vom 16. bis 19. Jahrhundert wieder aufgebaut. Keine Rekonstruktionen also, sondern „echte“ Häuser, in denen auf altertümliche Weise gekocht, gebacken, geheizt und Vieh versorgt wurde.

Reich und arm

Schwerpunkt sind drei Bauernhaustypen: das niederdeutsche Hallenhaus, das ostfriesische Gulfhaus und das mitteldeutsche Gehöft. Hier ist einerseits zu besichtigen, wie hart das Leben auf dem Land war, aber es gibt auch Beispiele wohlhabender Bauern, die über prachtvolles Mobiliar und umfangreiche Neben- und Wirtschaftsgebäude verfügten.

Vorindustrielles Handwerk

Das Leben auf dem Land lässt sich auch an alten Handwerken nachvollziehen. Dazu gehören Drechslerwerkstatt, Kupferschmiede, Schuhmacherei, Tischlerei, Brauhaus, Böttcherei, Sattlerei und Blaufärberei.
Eine Bäckerei backt Brot nach alten Rezepten und verkauft es den Besuchern im Museumsdorf. In der Töpferei kann man zuschauen, wenn irdene Gefäße aus Ton entstehen. Wie Zinn gegossen oder Holzschuhe gefertigt werden, kann man im Museumsdorf ebenfalls besichtigen, sich in alte Schulbänke in einem engen Klassenzimmer klemmen oder Schafstall, Kochhaus und Speicher inspizieren.

Ländliche Volkskultur

Maschinen, Kutschen, Traktoren, Werkzeuge, Kochgeschirr und alte Möbel, Zinnkrüge und Herdanlagen – hier ist ländliche Volkskultur in vielen Facetten zu erleben, mittendrin eine Kirche, der alte Dorfkrug und der Dorfteich. Wer tiefer einsteigen will, der findet im Museumsführer umfangreiche Informationen über Hauswirtschaft und Selbstversorger, bäuerliches Brotbacken, Getreideernte, Dreschen oder Vorratshaltung.