Bremer
Stadtteile Süd
Neustadt

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Bremen Neustadt, Foto der Fahre Hal Över, Freizeit Bremen
Die Fähre "Hal Över"

Mo - Fr 7 bis 22 Uhr
Sa / So 9 bis 22 Uhr
im Winter nur Sa / So

Neustadt Zuchtbetrieb mitten in der Stadt Bremen, Ottostr. 14,  Freizeit Bremen
Zuchtbetrieb
in der Ottostr. 14

Bremen Neustadt Skulptur Fischverkäufer von Jürgen Knapp,  Kunst im öffentlichen Raum Bremen, Freizeit Bremen
"Fischverkäufer"
Jürgen Knapp

mehr über .....

Kunst im öffentlichen Raum
Bremen Süd


Die Neustadt

Man kann die Neustadt auf zwei Wegen erkunden – durch die Altstadt über Wilhelm-Kaisen- und Bürgermeister-Smidt-Brücke oder über den Stadtwerder. Denn “Werder” ist in Bremen nicht nur ein prominenter Fußballverein, sondern auch eine Flussinsel. Zu der kommt man mit der Sielwall-Fähre “Hal Över”, einem kompakten, bunt bemalten kleinen Schiff, das der Käpt'n vor allem im Sommer mitten auf der Weser gern mal kreiseln lässt.

Umgedrehte Kommode

Von der Anlegestelle am Ende des Sielwalls tuckert die Fähre zum Café Sand auf der anderen Seite, der beliebte Sommertreffpunkt am Weserstrand, gebaut wie ein großes Bootshaus.
Ein besonderes Wahrzeichen ragt weiter rechts empor, in Bremen “umgedrehte Kommode” genannt. Der ehemalige Trinkwasserspeicher, bislang unzugänglich, könnte im Rahmen der geplanten Stadtwerder-Bebauung ein neue Funktion bekommen.

Kleingartenidylle

Auf dem Stadtwerder ist man mitten in einem ausgedehnten Kleingartengebiet der Neustadt, das bis zum Werdersee reicht. Am Ufer liefern sich bei schönem Wetter Fahrräder und Inliner kleine Wettrennen, sehr zum Leidwesen der Ruhe suchenden Spaziergänger.
Auf der anderen Seite des Werdersees wächst die Neustadt stetig weiter: An der Werderseespitze wird kräftig gebaut, hier entstehen “Stadtvillen mit Weitblick”.

Gepflegte Reihenhaussiedlungen

Die Neustadt ist gradlinig, rechtwinklig und übersichtlich – vom Kasernengelände in Huckelriede bis zu den typischen Reihenhaussiedlungen zwischen Friedrich-Ebert- und Langemarckstraße: vorwiegend zweistöckig, mit gepflegten Fassaden, Veranden, Erkern und Türmchen, oft im Stil des Bremer Hauses.
Mittendrin ein Kuriosum: In der Ottostraße 14 leben Mensch und Kuh noch unter einem Dach. “Zuchtbetrieb” steht am Eingangstor der Stallgebäude.

Gradlinig und übersichtlich

Die Einkaufsmeile in der Neustadt (und hier heißt auch der Ortsteil so) ist die Pappelstraße. Mittendrin, auf dem Delmemarkt, steht der lebensgroße “Fischverkäufer” von Jürgen Knapp, 1985 im Rahmen des Projektes “Kunst im öffentlichen Raum” aufgestellt.
Ihm gegenüber liegt das Flüsseviertel, schmucke Häuschen in Donau-, Isar, Rhein- und Moselstraße, mit Erkern, Vorbauten, Türmchen und Wintergärten. Ein paar Blocks weiter haben sich die Philosophen Nietzsche, Kant, Hegel und Schopenhauer Straßen gesichert.

Bremer Marken

Die Straßenbahnlinie 6 fährt direkt zum Flughafen, in die “Airport City” auf dem Neuenland(er Feld), wo mit Tourismus für die Stadt viel Geld verdient wird.
Wie schon früher, als sich die “alten” Industrien etablierten: Beck's Bier (heute Inbev), Jacobs Kaffee (heute unter dem Dach von Kraft Foods) und die Chokolade-Fabrik Hachez, die in der Westerstraße feine Schokoladen, darunter die berühmten “braunen Blätter” produziert. Wenn der Wind richtig steht, riecht es bis weit in die Bremer Altstadt hinein nach geröstetem Kaffee oder nach Hefe und Malz.

Wissenschaft in zentraler Lage

Nicht umsonst liegt die Hochschule Bremen im “Wirtschaftsviertel” der Neustadt – mit zwei Ablegern auf dem Stadtwerder, dem Planetarium und der Sternwarte.
Die “Traditionseinrichtung im Herzen der Bremer Neustadt - und damit in zentraler City-Lage - ist ausgesprochen innovativ und praxisorientiert. Dabei blickt die Hochschule Bremen auf eine lange Tradition zurück, die bis ins Jahr 1799 zurückreicht.”
Damals nämlich wurde die “Bremische Navigationsschule” gegründet, eine frühe Vorgängerin.

Triumph auf dem Kleinen Markt

Die Neustadt hat zwar viel anzubieten, aber es sieht so aus, als würde sie den Makel der Zweitklassigkeit nicht los. Den hat sie seit dem 19. Jahrhundert. Erst 1847/48 wurden die “Bürger minderen Rechts” den Altstadtbürgern gleichgestellt.
Heutzutage haben sich solche Dünkel reduziert, ins “Modernes”, Bremens Top-Adresse für Disko, Party und Konzerte am Neustadtswall, kommen Bremer aus allen Stadtteilen.
Und am Kleinen Markt steht stolz der Triumph der Neustädter: Der kleine Roland, eine mollige Kopie des großen Bruders vom Bremer Marktplatz.


Die Neustadt als Standort für Kunst und Kultur

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