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Schwachhausen

Schwachhausen ist Bremens "feiner" Stadtteil. Das hören nicht alle Schwachhauser gern. Viele würden ihren Stadtteil lieber als familienfreundlich beschrieben sehen. Schwachhausen war früher bevorzugtes Quartier für das Bürgertum. Daran hat sich wenig geändert. Hier wohnen immer noch gut situierte bis wohlhabende Leute in prächtigen Häusern.

Erste Adressen

Schwachhausen hat das "Parkhotel", Bremens erste Adresse, den Bürgerpark, eine der schönsten Parkanlagen Deutschlands, den Antikolonialelefanten und Kaiser Wilhelm III, zwei einst umstrittene Denkmäler. Im Standesamt an der Hollerallee gegenüber dem Bürgerpark wird geheiratet.

Bemerkenswerte Orte

Zu Schwachhausen gehören das Focke Museum, der Riensberger Friedhof mit seinen Prominentengräbern und das angesehene Kippenberg-Gymnasium. Allesamt bemerkenswerte Orte, die einen Besuch wert sind.

Verkehrsknotenpunkt "Stern"

Nach Schwachhausen kommt man u.a. über den Verkehrsknotenpunkt "Stern", über den man in Berlin vielleicht lächeln würde. In Bremen ist er Symbol für eine moderne Großstadt. Hier kreuzen und queren sich die Wege von Autos, Bussen, Straßenbahnen, Radfahrern, Taxis und Fußgängern auf manchmal abenteuerliche Weise.

Ein nackter Kaiser

Kaiser Friedrich III steht ein paar hundert Meter vorher am "Eingang" von Schwachhausen an der Slevogtstraße, hoch zu Ross und nackt. Nackt? Nur auf den ersten Blick. Der zweite Blick enthüllt, dass der Künstler Louis Tuaillon dem ganz und gar nicht preußisch-militärisch orientierten Kaiser (er regierte 1888, schwerkrank, nur 99 Tage und starb dann) ein feines Lederlaibchen auf den Körper geschneidert hat. Wie ein römischer Imperator sollte er aussehen. Aber die Bürger waren empört.

Römischer Mummenschanz

"Unser Kaiser war an sich groß und seine Uniform war ein Symbol des Größten, was die deutsche Geschichte gesehen hat, so dass er durch den römischen Mummenschanz eher herabgedrückt als gehoben wird". Der Kaufmann Franz Schütte, der das Denkmal stiftete, setzte sich letztendlich durch. Der Kaiser wurde 1905 enthüllt.

Politisch korrekt

Kommt man durch den Gustav-Deetjen-Tunnel nach Schwachhausen, steht kurz vor der Bürgerweide ein nicht minder umstrittenes Denkmal: Der Klinkerelefant ist auch in Stein ein Dickhäuter und ließ die Bedeutung als Kolonialdenkmal ebenso stoisch über sich ergehen wie seine Umbenennung in Antikolonialdenkmal. Im freiheitsliebenden Bremen ist politische Korrektheit ein hohes Gut.

Vornehme Bürgerhäuser

Am Stern beginnt Schwachhausen dann zweifach typisch: die noble Parkallee und angrenzende Nebenstraßen zeigen die wohlhabende bürgerliche Seite. Das Quartier um Bulthauptstraße und Hermann-Allmers-Straße - beide stehen als Ensemble unter Denkmalschutz - gehört zu den schönsten des Stadtteils und ganz Bremens.

Bremer Häuser

Hier findet der Betrachter alle nur denkbaren stilistischen und architektonischen Ausprägungen des typischen, dreistöckigen "Bremer Hauses": Neoklassizistisch und barock, üppig mit Säulen, Erkern, Friesen, Vorbauten, Veranden und Wintergärten ausgestattet, im Stil der Gründerzeit und des Jugendstils. Betuchte Kaufleute haben diese prachtvollen Villen, die den Krieg schadlos überstanden, ab Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut.

Einkaufsmeile Wachmannstraße

Geschäfte findet man inmitten der Wohngebiete eher selten. Die Einkaufsmeile von Schwachhausen ist die Wachmannstraße mit Supermarkt und Feinkostläden, Boutiquen und Buchhandlungen, Weinhändler, Tapasbar und Eisdiele.

Delikatessen seit 120 Jahren

Nur ein paar Querstraßen weiter gibt es auch noch das kleine Delikatessengeschäft um die Ecke, Otto-Gildemeister Straße. J.H. Buschmann verkauft hier schon seit 120 Jahren Feinkost, Wein aus dem Ratskeller und zur Saison auch neue Matjes in Apfelsahnesauce.

Dorf mit Straßenbahn

Wenn die Bremer ihre Stadt liebevoll als "Dorf mit Straßenbahn" bezeichnen, dann gilt das für Schwachhausen ganz besonders. Der Stadtteil war früher tatsächlich ein Dorf und in die ländlichen Idylle der Schwachhauser Feldmark fuhr man ab 1892 mit der "Elektrischen" die Schwachhauser Chaussee entlang, um sich dort in Kaffeehäusern und Tanzlokalen zu vergnügen.

Proteste der Bürger

Die Schwachhauser Heerstraße ist eine verkehrsreiche Durchgangsstrecke durch den Stadtteil, gesäumt von hochherrschaftlichen Villen, vielen Kirchen, prachtvollen Bremer Häusern und vielen Bäumen. Hochhäuser sucht man vergeblich.
Den geplanten Ausbau der Straße und die damit verbundene Abholzung alter Linden versuchte die Bürgerinitiative "Keine Stadtautobahn durch Bremen" vehement, aber letztlich erfolglos zu verhindern. In Erinnerung bleiben die Protestaktionen: "Linde des Widerstands", Schwarze Trauerkreuze an den Bäumen, Baumbesetzung und Ewige Lichter.