
Rhododendron-Blüte
Rhododendron-Busch
Botanika
Deliusweg 40
28359 Bremen
Haupteingang Park:
Marcusallee
Öffnungszeiten:
März - Oktober:
M i - Fr 9 - 18 Uhr
Sa, So 10 - 18 Uhr
November - Februar :
Mi - Fr 9 - 16 Uhr
Sa, So 10 - 16 Uhr
Ein Farbenrausch in rosa, violett, gelb, orange, weiß und purpurrot. Duftige Blütenbälle auf zum Teil baumhohen Stauden. Die immergrünen Pflanzen, die ursprünglich aus Asien, insbesondere aus China und dem Himalaya stammen, fühlen sich in nordischen Gefilden besonders wohl. Das gilt für England, Schottland und Irland, aber auch für Bremen. Hier haben sie ein feuchtes bis nebliges Klima, saure und humusreiche Böden. Beste Voraussetzungen, um im Halbschatten hoher Buchen, Eschen und Eichen gut zu gedeihen.
An die 600 Wildarten und etwa 2500 Züchtungen werden im 1936 gegründeten Bremer Rhododendronpark gezeigt, eine in Europa einzigartige Vielfalt. Derzeit wird hier ein umfangreiches Gendatenbank-Projekt koordiniert, um die Artenvielfalt zu dokumentieren und zu sichern. Denn nur zur Blütezeit können sie eindeutig bestimmt werden. Ziel ist ein europaweites Rhododendron-Netzwerk für Züchter und Sammler.
Mitten im Park bietet der botanische Garten, der Anfang des 20. Jahrhunderts zunächst am Bremer Osterdeich angelegt wurde und 1950 in den neu gegründeten Rhododendronpark umgezogen ist, vielfältige Informationen über Pflanzen- und Heilkräuter aus aller Welt.
Seit fünf Jahren steht auf dem Gelände eine weitere Attraktion: die "Botanika", ein "Science-Center" der besonderen Art, das inzwischen privat betrieben wird. Hier kann man den Weg des Rhododendron von Asien nach Europa nachvollziehen, im Entdeckerzentrum den Duft ihrer Blüten ganz konzentriert schnuppern und sich filmisch wie eine Hummel fühlen, die von Blüte zu Blüte fliegt. "Edutainment" - eine naturkundliche Entdeckungsreise, interaktiv und multimedial mit Filmen, Fotos, Klängen und Gerüchen.
Im Gewächshaus betritt man in feuchtwarmer Luft asiatischen Boden, die Heimat des Rhododendron. Auf einem Rundgang vom Himalaya über Burma, Borneo bis nach Japan lässt sich die Vielfalt dieser Pflanzenwelt ganz sinnlich erleben. Ein Wasserfall, Gebetsmühlen, ein Teepavillon, eine Mani-Mauer, eine große Buddhastatue und Geisterfiguren erzählen Geschichten über Natur, Kultur und Religionen.
Wirklich hautnah ist das Erlebnis zum Abschluss des Rundgangs, im nach klaren formalen Regeln strukturierten japanischen Garten. Im Koi-Teich tummeln sich bunte Fische, die mit trichterförmigen Mäulern gern an Fingern saugen und sich mit etwas Geduld sogar gerne streicheln lassen.