Skulpturen und Kunstwerke

"Kunst im öffentlichen Raum Bremen - West"


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Denkmäler, Kunstwerke und Skulpturen

"Kunst im öffentlichen Raum Bremen - West"

*** Bürgerweide, Findorff ***


"Klangbogen" von Rolf Julius (1993)
Findorff - Bürgerweide, Messe Bremen

Der Klangbogen ist eine Art Gesamtkunstwerk: Töne und Klänge sollen den Besuchern, bei der Orientierung helfen und sie auf dem Weg vom Hauptbahnhof zu den Messe- und Veranstaltungshallen von Kongresszentrum und AWD Dome begleiten. Die Anordnung der Lichtstelen folgt architektonisch-künstlerischen Gesichtspunkten, die Klänge kommen aus kleinen Lautsprechern: Rolf Julius gewann 1993 mit dieser Arbeit einen internationalen Wettbewerb zur Umgestaltung des Raumes vom Bahnhofsvorplatz bis zum Kongresszentrum. Julius ist einer der bedeutendsten Vertreter der zeitgenössischen Klangkunst und eine Art Grenzgänger zwischen Musik und bildender Kunst. "Mit meinen Bildern schaffe ich einen musikalischen Raum. Mit meiner Musik schaffe ich einen bildnerischen Raum. Bilder und Musik sind gleichwertig. Sie treffen sich im Kopf des Betrachters und Zuhörers und ergeben in ihm etwas Neues." (2081/w831/12)


"Das Kissen" von Thomas Recker (1993)
Findorff, Hemmstr. / Münchener Str.

Bei der Betrachtung dieses überdimensionalen Bronzekissens mit dem charakteristischen Sofa-Knick in der Mitte entdeckt man viele Einzelheiten. Nicht nur das Kissen will bewundert werden, sondern auch die vielen kleinen Szenen, die in die Oberfläche geritzt sind. Es sind kleine Idylle aus dem Stadtteil- und Freizeitleben. Hier treffen sich Fahrradfahrer, Skater, Schlittschuhläufer und Bootsausflügler. Mittendrin markieren immer wieder eine kleine Lokomotive und ein Torfkahn die Vergangenheit Findorffs, als noch Torfkähne über die Kanäle schipperten, ehe die Jan-Reiners-Bahn den Torftransport übernahm. Die Lokomotive ist übrigens ein paar Meter weiter in originaler Schönheit zu betrachten: im Jan-Reiners-Park gegenüber der Kirche. (2085/w831/19)


"Winter und Sommer", Christa Baumgärtel (1982)
Findorff, Winterstr. / Sommerstr.

Einen passenderen Platz als die Ecke Sommerstraße/Winterstraße hätte es für die zwei lebensgroßen Plastiken von Christa Baumgärtel nicht geben können. Die beiden Figuren, die in einem spannenden Gegensatz zueinander stehen, symbolisieren die Jahreszeiten: eine gänzlich verhüllte Figur, in sich gekehrt, die Außenwelt komplett abwehrend und davor der nur spärlich mit einem Bikini bekleidete Torso einer Frau, die sich in der Sonne zu räkeln scheint. Christa Baumgärtel hat intensiv die menschliche Anatomie studiert und sich in ihren Arbeiten mit der (weiblichen) Figur auseinander gesetzt. (2086/w831/22)


Gedenktafel "KZ-Missler", Fritz Stein
Findorff, Walsroder Str. 9

Text der Tafel: "Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter als sich im offenen Gegesatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen NEIN! (Kurt Tucholsky). Hinter diesen Mauern wurde in den ehemaligen Auswandererhallen Missler am 1. April 1933 das erste Bremer KZ errichtet. Hier begann in dieser Stadt die das Menschenrecht verletzende und die Menschen vernichtende Verfolgung politisch Andersdenkender durch die Nationalsozialisten. Um deren Untaten zu verschleiern, wurde das "KZ Missler" Ende August 1933 verlegt. (2089/w833/15)


"Original und Fälschung", Jub Mönster (2002)
Findorff, Regensburger Str. 72

In dieses fotorealistisch gestaltete Wandbild muss man sich schon ein wenig vertiefen, ehe sich der Titel erschließt und man zwischen Original und Fälschung unterscheiden kann. Das Wandbild von Jub Mönster entstand im Juli 2002 und ziert ein ganz normales Wohnhaus mitten in Findorff. Bei längerer Betrachtung fühlt man sich in den eigenen Fahrschulunterricht versetzt, als es darum ging, fehlerhaftes Verhalten von Verkehrsteilnehmern zu entdecken. Auf dieser Straßenkreuzung werden nämlich auch Fehler gemacht ... (2083/w833/18)


"Bewegtes Gegenüber", Frank Bohlmann (1991)
Findorff, Eickedorfer Str. / Herbststr.

Wer vom Findorffmarkt zur Herbststraße will, der muss die Fußgängerampel auf der Eickedorfer Straße in Gang setzen. Er begegnet hüben und drüben zwei identischen Skulpturen aus Holz, die mal leuchtend rot waren und deshalb schon von weitem auf den Fußgängerüberweg aufmerksam machten. Heute haben sie diese Funktion verloren, denn sie sind inzwischen verwittert, graubraun und nicht unbedingt auf den ersten Blick als Kunstwerk erkennbar. (2082/w834/16)


"Diabolo" von Cordula Prieser (2004)
Findorff, Am Weidedamm 20

Mit diesem farbenprächtigen Diabolo auf grünem Rasen kann man leider nicht spielen, auch wenn die dazu gehörigen Jonglierstangen gleich daneben stehen. Das Riesenspielzeug mit einem Durchmesser von eineinhalb und einer Länge von zwei Metern liegt auf dem Innenhof des Landesinstituts für Schulpraxis am Weidedamm, der leider nur aus dem Gebäude selbst gut einsehbar ist. Die Künstlerin war Meisterschülerin bei Professor Bernd Altenstein. (2080/w834/17)