"Der Tröpfler", „Il Gocciolatoio“ Daniel Spoerri (2004)
Altstadt, Börsenhof , gegenüber Baumwoll
Dies ist ein Brunnen mit Hand und Fuß. Makaber, aber wahr. Sie müssen nur genau hinsehen, um die menschlichen Gliedmaßen zu entdecken, die der Schärfe der Objekte zum Opfer gefallen sind. In der Kunst von Daniel Spoerri tauchen immer wieder Küchengeräte auf, insbesondere Fleischwölfe jeder Form und Größe. So auch hier, beim Tröpflerbrunnen „Il Gocciolatolo“, der trotz der martialischen, an vier Stäben fest geschweißten Küchenwerkzeuge leicht und luftig anmutet, als habe ein feinsinniger Tüftler ein Netz gesponnen. Dazu passt auch das Geräusch, denn er tröpfelt tatsächlich leise vor sich hin, natürlich nur im Sommer. (2076/m422/15)
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