Theater Bremen
Schauspiel


"Macbeth"

William Shakespeare


INSZENIERUNG:
Frank-Patrick Steckel

AUSSTATTUNG:
Sabine Böing
MUSIK:
Ronald Steckel

DARSTELLER:
Macbeth:
Glenn Goltz
Lady Macbeth:
Susanne Schrader
Duncan:
Gerhard Palder
Malcolm:
Christoph Rinke
Donalbain:
Thomas Hatzmann
Schicksalsschwestern:
1: Nina Fleiner
2: Iris Bettina Kaiser
3: Verena Neher

DAUER:
2 3/4 Std. 1 Pause



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"Die Macbeth Tragödie"
William Shakespeare

Deutsche Übersetzung von Frank-Patrick Steckel

Zwei siegreiche Feldherren begegnen auf dem Weg vom Schlachtfeld nach Hause drei Hexen, die einem von ihnen, Macbeth, prophezeien, er werde König von Schottland. Eine Ungeheuerlichkeit zunächst, dann aber ein Gedanke, der Macbeth mehr und mehr erfüllt, in ihm und seiner Frau Lady Macbeth eine unstillbare Machtgier auslöst.

Über das Böse

Also folgt ein Mord dem nächsten. Macbeth wird ein ebenso mächtiger wie grausamer König, dem das Amt schließlich zu Kopfe steigt. Er endet im Wahnsinn.
Frank-Patrick Steckel, von 1978 bis 1981 Oberspielleiter am Bremer Theater, inszenierte hier in der Spielzeit 2007/08 bereits sehr erfolgreich Brechts "Die heilige Johanna der Schlachthöfe". Für seine Macbeth-Inszenierung hat er Shakespeares Stück über das Böse, über Männer, Macht und Gewalt neu übersetzt.

Pappkameraden auf der Bühne

Der fast dreistündige, sehr auf Deklamation reduzierte Theaterabend fordert Geduld und Konzentration von Publikum und Schauspielern und ist, trotz des hakennasigen, schrullig-buckligen Hexentrios, nicht unbedingt ein kurzweiliges Theatervergnügen. Die Sprache ist gar zu verschroben und insgesamt schwer verständlich.
Die Akteure stehen buchstäblich als Pappkameraden auf der Bühne, in eher albernen Rüstungen, die ihnen als Puzzles aus bemalter Pappe am Leib hängen. Ausgenommen ist die in einen weiten Mantel gehüllte Lady Macbeth. Insgesamt vor allem ein sehr langer Theaterabend.

(Christiane Schwalbe)