Museen Bremen


"Kunsthalle"


Am Wall 207
28195 Bremen
Tel. 0421 - 329 08-0

ÖFFNUNGSZEITEN:
Wegen Umbau bis 2011 geschlossen










Kunsthalle Bremen

Weltweit virtuell - Noble Gäste bundesweit

Die Kunsthalle virtuell zu erleben, ist ein neues und ungewöhnliches Vergnügen, aber derzeit unvermeidlich, denn sie hat unübersehbar ihre Pforten geschlossen – bis 2011 werden die Umbauarbeiten dauern.

Überregional bedeutsam

Die dringend notwendige Sanierung berücksichtigt neue Raumbedürfnissen, Lagermöglichkeiten und gewachsene Sicherheitsanforderungen. Sie sind nicht nur für die eigene Sammlung wichtig, sondern auch dann, wenn die Kunsthalle Leihgaben anderer Museen in großen Ausstellungen präsentiert.
Wie beispielsweise bei den großen und weit über Bremen hinaus erfolgreichen Projekten der letzten 15 Jahre: "Der blaue Reiter" - "Van Gogh: Felder. Das Mohnfeld und der Künstlerstreit" - "Monet und Camille: Frauenporträts im Impressionismus", "Paula Modersohn-Becker und die Kunst im Paris um 1900" und zuletzt "Über das Wasser - Gustave Caillebotte".

Mehr Sicherheit und Modernität

Bis Ende 2011 sollen Erweiterung und Modernisierung abgeschlossen sein. Zwei neue Seitenflügel werden den repräsentativen Bau aus dem 19. Jahrhundert ergänzen und im Inneren wird eine neue Klimatechnik für mehr Sicherheit der ausgestellen Werke sorgen. Aber die neue Kunsthalle wird auch schön aussehen, das lassen die Computer-Visualisierungen des Neubaus erahnen. Und modern: Auf den Anbauten sollen Lichtbänder, die die Achse der Altbaufenster weiterführen, auf die Ausstellungen verweisen.

Rilkes Motto

"Hier in diesem Haus wird mancher sehend für ein ganzes Leben" – dieses Rilke-Wort ist das Motto der Kunsthalle Bremen und beschreibt ein hohes Ziel. Europäische Kunst aus 600 Jahren ist hier gesammelt, in einem Museum, das bei der Gründnung des Bremer Kunstvereins im Jahr 1823 dem Ziel folgte, "den Sinn für das Schöne zu verbreiten und auszubilden .. der Verein wird bemüht seyn, allmählich Kunstsachen zu sammeln und diese Sammlung zugänglich zu machen ... " Dabei galten strenge Regeln: "Es werden nur anständig gekleidete Personen zugelassen, Kindern unter 10 Jahren ist der Zutritt nicht gestattet."

Bürgerschaftliche Engagement

Am 1. Mai 1949 öffnete das allein vom Kunstverein finanzierte Musuem in den Wallanlagen am Ostertor, entworfen von Lüder Rutenberg, realisiert gemeinsam mit Carl Gildemeister. Der Kunstverein ist bis heute privater Träger der Kunsthalle. Aus anfänglich 34 Kunstliebhabern, die den Kunstverein gründeten, sind inzwischen 7500 Mitglider geworden. Auf dieses bürgerschaftliche Engagement ist der Kunstverein mit Recht stolz.

Noble Gäste

Zwei Jahre sind eine lange Zeit, deshalb hat die Kunsthalle u.a. das Projekt "Noble Gäste" erdacht: Zwanzig große deutsche Museen präsentieren insgesamt 200 Meisterwerke der Bremer Sammlung.
In der Hamburger Kunsthalle z.B. sind Impressionisten zu sehen - neben Bilder gestellt, die der in beiden Häusern tätige Gustav Pauli (erster Direktor der Bremer Kunsthalle) erworben hat.
Die Worpsweder sind natürlich in der "Großen Kunstschau" im Künstlerdorf zu sehen, auch im Sprengel-Mueum in Hannover und und im Museum Ludwig in Köln "logieren" noble Gäste. Die Kunsthalle bleibt also auch während ihrer Schließung quicklebendig – und virtuell sowieso: www.kunsthalle-bremen.de