Kleinkunst

"Jahrmarkt der (Un)Möglichkeiten"

DREHBUCH / REGIE:
Wiebke Schmidt

KOMPOSITION / TON:
Marc Pira

DARSTELLER:
Daniela Franzen
Marcello Monaco
Stylianos Eleftherakis
Tanja Wegner
Marc Pira
Wiebke Schmidt
Jahrmarkt


Jahrmarkt

weitere Vorstellungen

Sa 26.7. 2008 20.30 Uhr
So 27.7. 2008 20.30 Uhr
Bremen, im NOOK
Friedrich-Rauter-Straße 10

Eine Veranstaltung der Reihe „Brillenseher“ der Arbeitnehmerkammer Bremen

"Jahrmarkt der (Un)Möglichkeiten"

Akrobatisches Rühr-Stück für weite Herzen und Horizonte
von Wiebke Schmidt und Marc Pira

Die Welt ist stehen geblieben, sie will sich nicht mehr drehen. Was tun, damit sie wieder ins Lot kommt? Am besten magische Kräfte mobilisieren, und nirgendwo geht das besser, als auf einem Jahrmarkt.

Stillstand der Welt

Also hereinspaziert, liebes Publikum, zum Jahrmarkt der (Un-)Möglichkeiten. Zwei Moritatensänger erzählen die Geschichte vom Stillstand der Welt, Magier rühren und brauen aus allerlei Zauberelixieren Tränke zusammen, die die Welt retten und gegen Arbeits- Glücks- und Körperbeschwerden helfen sollen.

Aktien in der dicken Suppe

Toleranz und Gerechtigkeit gehören dazu, leider auch Machtgier. Außerdem: eine Prise Glück, ein Quäntchen Mut, ein große Portion Herzblut, eine Handvoll Zuversicht, dazu eine Kelle Mitgefühl und ab und zu noch ein Löffel Dominanz. In den Topf gehört eben alles, was der Mensch an guten und schlechten Eigenschaften zu bieten hat.
Geschnipselte Aktien, verflüssigte Goldbarren, getrocknete Adleraugen und geraspelte Blindschleichenhaut sind Zutaten, die gewöhnungsbedürftiger sind. Aber wo Gaukler und Traumtänzer, Wahrsager und Hellseher agieren, ist alles möglich.

Spiel in Bewegung

Die Zuschauer werden mit makabren Zaubertricks eingestimmt - abgehackte Arme und durchstochene Zungen - und begleiten die Moritatensänger von Szene zu Szene. Gespielt wird in den Räumen einer ehemaligen Spedition, die dem bunten Jahrmarktstreiben ein etwas düsteres Ambiente geben. Das passt zum Weltenstillstand.

Wiederbelebung der Welt

Wort- und Schau-Spiele wechseln mit Akrobatik und Tanz. Die dicke Suppe der „Alle-sind-gleich“ folgt dem scharfen Wir-sind-toll-Gebräu, das dampft und brodelt und nebelt. Aus großen Töpfen hüpfen tippelnde Puppen, Batman und Gnome. Hier wandelt und verwandelt sich alles und jeder von einer Minute zur anderen.
Das Spiel um die Wiederbelebung der Welt schickt die Zuschauer von Raum zu Raum - Stillstand gibt es nicht, die Welt muss sich wieder drehen, wie die Drehorgel, die die Geschichtenerzähler begleitet.

Das Leben ist ein Drahtseilakt

Fantasievolle Kostüme, heitere und nachdenkliche Texte, stimmungsvolle und atmosphärische Klänge, Geräusche und Musik: ein kurzweiliges, unterhaltsames Spiel über das Hier und Jetzt, Heute und Morgen, über uns und die Welt. Und die Moral von der Geschicht': Das Leben ist ein Drahtseilakt, man muss nur die Balance halten.

( Christiane Schwalbe )