Lutz Görner



Piano:
Stephan Schleiner


Gastspiel im
Waldau Theater Bremen

"Lutz Görner
spricht, singt, brüllt und tanzt Robert Gernhardt"

Lutz Görner spielt virtuos mit Kopf und Körper, um den Gedichten von Robert Gernhardt satirische Gestalt zu geben. Ein komisches Universaltalent deklamiert und rezitiert Werke eines geistreichen Blödelgenies, komische Lyrik vom Feinsten.

Virtuoses Spiel im Waldau - Theater Bremen

Er schmollt und grinst und rümpft die Nase, er lächelt, lacht und legt die Stirn in Falten, bleckt die Zähne, schließt die Augen und schickt - gottergeben - Verzweiflungsblicke gen Himmel. Er spottet, faselt, stottert, nörgelt und verlacht das Publikum. Er ruft und brüllt und flüstert, schimpft mit Zuschauern, die Kichern, Räuspern oder Zwischenrufe nicht lassen können, kurzum.

Spaßmacher und Ernstmacher

Robert Gernhardt, Meister des überraschenden Reimes, hat sich keinen besseren Präsentator wünschen können. In der Tat kannten sich die beiden. Görner las Gernhardt, fand großartig, was er da las und bekam Anfang der 80er Jahre die Zustimmung des Dichters für einen launigen Abend über „Spaßmacher und Ernstmacher“.

Schweigegebot

Görner spielt Gernhardts hintergründige, boshafte und zweideutige Texte, seine Kalauer und Sprachspiele. Sparsam in Bewegung und Requisite agiert er mit Chapeau Claque und weißem Schal oder mit Kleist'schem Samtbarrett in Rot. Aus Gernhardts Oden und Sonnetten werden minimalistische Bühnenereignisse. Bis zur Sprachlosigkeit: Als Clown mit Knollennase und Spitzhütchen verurteilt er sein Publikum zu drei Minuten Schweigen.
Kunstvoll begleitet wird der Komiker von Stephan Schleiner. Der Pianist improvisiert virtuos Mozart, Schönberg, Bach, Beethoven oder Scott Joplin. Ob Nonsens oder Trost, Männerlieder oder Selbstbefragungen: Görner präsentiert einen höchst vergnüglichen Abend, den man - mit ein wenig Glück - noch mal gewinnen kann. In Weimar.

So lernen wir uns kennen

Er entlockt seinem Publikum mit einer Gratis-CD „Gedichte für alle“ die Mailadresse, um sich „ganz gewiss zu melden. „Dann maile ich Ihnen und Sie mailen mir. So lernen wir uns langsam kennen. Und wer „bereit ist, 20 Euro zu zahlen, darf ein Buch mit nach Hause nehmen, schwer wie ein Brikett, mit einem Papier, auf dem man Schlittschuh laufen kann": „Wörtersee“, erschienen bei Zweitausendeins und eigens für diese Tournee nachgedruckt. Das Buch, mit dem der Görner den Gernhardt lieben lernte.

Demnächst mehr Görner

Und wahrhaftig. Görner mailt, erzählt von den mehr als 8000 Mail-Adressen, die er bekommen hat. Schließlich verspricht er Informationen über neue CD's und neue Pläne - nach dem 12. Januar, wenn er wieder zu Hause und ein Jahr älter geworden ist.
Also: Fortsetzung folgt.

( Christiane Schwalbe )