Filmtipp

Wir verstehen uns wunderbar

REGIE:
Antoine de Caunes



Frankreich/ Großbritannien/ Rumänien 2006

DARSTELLER:
Charlotte Rampling
Jean Rochefort

"Wir verstehen uns wunderbar"

In den 1960er und 1970er Jahren war Kino glanzvoll und glamourös, mit legendären Filmstars und Regisseuren, die Filmgeschichte geschrieben haben. Charlotte Rampling und Jean Rochefort stehen in "Wir verstehen uns wunderbar" für eine vergangene Zeit, an die sich der Film zu Beginn nostalgisch in schwarz-weiß erinnert.

Muse und Diva

Der gealterte Star-Regisseur Louis Ruinard trifft die alternde Filmdiva Alice d'Abanville, allerdings nicht zum ersten Mal. Die beiden hatten in jungen Jahren eine Affäre (sagt sie), eine Liebesbeziehung (sagt er). Wer wen verlassen hat und warum, wird nicht ganz klar, ist aber auch nicht mehr wichtig. Denn die einstige Muse des Regisseurs tut alles, um ihm eins auszuwischen.

Herzschwäche

Den Preis für sein Lebenswerk soll sie ihm übergeben, was sie nach anfänglichem Hin und Her auch tut. Aber nur, um sich selbst perfekt in Szene zu setzen und ihn zu demütigen. Er hingegen täuscht Herzschwäche vor, um ihre Gefühle zu wecken. Irritationen auf beiden Seiten, alte Liebe rostet eben wirklich nicht.

Letzte Chance

Was sich neckt, das liebt sich - der Spruch bekommt zwischendurch dramatische Dimensionen, bleibt letztlich aber immer auf der Ebene des heiteren, unterhaltsamen Geplänkels zwischen zwei Menschen, die sich auch nach dreißig Jahren noch lieben und versuchen, ihre letzte Chance zu nutzen.

Alte Liebe rostet nicht

Eine unterhaltsame Filmkomödie, nostalgisch und ein bisschen altmodisch, in der zwei wunderbare Stars für Lust und Liebe im Alter stehen, an schöne alte Kinozeiten erinnern und nebenbei aufs schönste den Kontrast zwischen britischem Understatement und französischem "savoir vivre" illustrieren.