Filmtipp

Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken


REGIE:
Leander Haußmann
DREHBUCH:
Rochus Hahn
und
Alexander Stever


Buchtipp


Buchtitel Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken

Allan und
Barbara Pease
"Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken"

Ullstein Taschenbuch
398 Seiten
8.95 Euro


"Warum Männer nicht zuhören und
Frauen schlecht einparken"

Regie: Leander Haußmann

Eigentlich kennen wir alles schon seit Adam und Eva: Frauen und Männer passen nicht zusammen. Männer können niemals mehr als zwei Dinge zugleich tun und denken sowieso nur das eine.

Adam und Eva

Frauen sind vor allem Mütter, bis 30 auch gern Verführerinnen, anschließend simulieren sie den Orgasmus, und Männer merken es noch nicht einmal. Sexuelle Phantasien haben wir alle – die einen auf dem Klo, die anderen vor der Glotze, die dritten im Bett beim Sex mit ihm oder ihr. Und irgendwann hört das auf, weil man sich aneinander gewöhnt und den Seitensprung verziehen hat oder die Affäre auf kleine Flamme kocht.

Klischees vom Geschlechterkampf

Leander Haußmann hat einen Film über Männer und Frauen gemacht und bedient sich dabei so ziemlich aller Klischees, die über den Geschlechterkampf existieren. Den Stoff fand er in einem ebenso populären wie witzigen Sachbuch: „Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken“ - ein Bestseller, weil er mit eben diesen Klischees vom Neanderthaler bis zum modernen Alphamännchen virtuos spielt. Das ist auf Buchseiten auch leichter.

Am Ende siegt die Liebe

„Dies ist ein Lehrfilm“ klärt uns gleich zu Beginn der Erzähler auf - Haußman selbst ist es - und wir assoziieren Oswalt Kolle. Aber dieser Film beginnt in der Steinzeit, als Männer noch Jäger und Sammler und Frauen Hüterinnen des Hauses, pardon: der Höhle waren. Dann trifft ein Anwalt und Macho die emanzipierte Karrierefrau, deren Freundin begegnet einem Versicherungsmakler und ehelicht ihn. Die Schwangerschaft folgt prompt. Zwei Liebesgeschichten mit absehbaren Hindernissen, mit viel vorhersehbarem Klamauk und über weite Strecken eher langweilig erzählt. Die Lacher im Publikum lassen sich zählen.

Die Schauspieler

Das Beste an diesem Film sind seine Schauspieler: Uwe Ochsenknecht als skurriler Weltreisender, der sich dem Schutz von Mensch und Tier verschrieben haben will, Jan Führmann und Jessica Schwarz als ewig streitendes Liebespärchen, Matthias Matschke und Annika Kuhl als spießiges Ehepaar. Alles in allem ein mäßig unterhaltsamer Film, der es mit der Komik der Anekdoten im Buch allerdings nicht aufnehmen kann.

(Christiane Schwalbe)