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Angelika Gramberg, die mit Norbert Schilhart gemeinsam den Bremer Club leitet, setzt noch einen drauf: „Es heißt immer, Bridge sei was für alte Damen beim Kaffeekränzchen. Stimmt nicht, es ist was für jedes Alter.“
Bridge ist ein Spiel mit Tradition, die immerhin bis ins 19. Jahrhundert zurück reicht und dessen Ursprung in Istanbul liegen soll. Angeblich haben britische Soldaten Bridge während des Krimkrieges erfunden. „Bridge hat in Frankreich und den Niederlanden heute längst eine aktive Fangemeinde“, erzählt Angelika Gramberg, „nur in Deutschland führt es leider noch ein Schattendasein.
Aber dieser (Denk)Sport findet immer mehr Liebhaber. „1988 haben wir mit 16 Leuten angefangen, jetzt sind wir weit über 400 Mitglieder“, berichtet Norbert Schilhart. Der „Bridge Club Bremen 88“ hat gerade sein 20jähriges Bestehen gefeiert, verbunden mit den alljährlichen Clubmeisterschaften. Gewonnen haben Ulf und Ute Schomberg. Sie sind seit immerhin 10 Jahren dabei.
Im hanseatischen Bremen weiß man um die Qualität dieses Spiels, das - anders als Skat oder Doppelkopf - nicht „gekloppt“ wird. Zwar gibt’s auch hier Reizen und Stechen, aber kein Pokerface. Dafür ist die Partnerschaft wichtig, eben jene „Bridge“, die Brücke zwischen jeweils zwei von vier Teilnehmern.
„Bridge ist kommunikativer als andere Kartenspiele“, meint Konny Darup, die seit zwei Jahren dabei ist und die freundliche und heitere Atmosphäre im „Bridge Club Bremen 88“ schätzt. „Endlich spielt wieder jemand mit mir“, sagt sie augenzwinkernd. Die leidenschaftliche Kartenspielerin saß mit ihrer Lust am Spiel allein da als ihre Kinder aus dem Haus waren. „Außerdem hält Bridge den Geist fit, man muss schwer aufpassen und manchmal ganz schön fix reagieren“.
„Wir sind der mitgliederstärkste Bridgeclub in ganz Deutschland“, sagt Angelika Gramberg, die als Nationalspielerin an zahlreichen Turnieren teilgenommen hat. Norbert Schilhart, ebenfalls Nationalspieler und geprüfter Bridgelehrer, war mehrfach Deutscher Meister, erreichte bei der Team-Weltmeisterschaft 1998 Platz 9 und wurde 2006 zum „Mister Timmendorf“ gekürt.
Wer Lust bekommen hat, sich diesen geselligen Denksport mal näher anzuschauen, der kann das in Schnupperkursen tun - unter kompetenter und professioneller Anleitung im „Bridge Club Bremen 88“.
(Christiane Schwalbe)