NieRosta
Altentheater


NieRosta,  Seniorentheater Bremen, Freizeit Bremen, Bremen Kultur und Theater
NieRosta
können Sie buchen.

Das Ensemble spielt seine Stücke und Programme auf Feiern, in Kultureinrichtungen, Bürgerhäusern, Begegnungsstätten, Seniorenzentren.

Kontakt:
wiebke-
schmidt@web.de


Altentheater NieRosta

"NieRosta's Wandlungen - magisches Spiel in der Moorkuhle"

Mit einem kleinen "e" als Zusatz sind wir bei der doppelten Bedeutung des Markennamens nirosta, nämlich bei der Schauspieltruppe NieRosta, die den Spruch "wer rastet, der rostet" ganz wörtlich nimmt. Die Männer und Frauen im Alter von Mitte 50 bis 70 Jahren arbeiten seit sieben Jahren in einem Projekt der Volkshochschule Bremen. Sie entwickeln zusammen mit zwei Theaterpädagoginnen eigene Stücke, in denen es um klassische (Bühnen)Figuren ebenso geht wie um eigene (Lebens)Erfahrungen.

Krieg und Frieden

"Oh wie schön ist Panama" freut sich Kleiner Bär, der im kunterbunten Gewand hin und her läuft und Brechts Mutter Courage mit Pfannkuchen versorgt. Johanna von Orléans wirft emphatisch und voller Sendungsbewußtsein die Arme in die Höhe und zieht tapfer in die Schlacht. Beckmann sitzt buchstäblich "Draußen vor der Tür", leidend, weil ihn seine Frau verlassen hat, während er im Krieg den Kopf für's Vaterland hinhalten musste.

Klassische Bühnenrollen

Minna von Barnhelm stolziert vornehm und ein wenig scheu im schönsten lila Kleid mit Reifrock herein und betet ihren Tellheim an. Zum Kreis der illustren Personen gehören außerdem der teuflische Mephisto, Hauptmann von Köpenick alias Schuhmacher Wilhelm Voigt, Leberecht Hühnchen, der die Kunst kennt, glücklich zu sein, Jette John aus Gerhardt Hauptmanns "Die Ratten" und Grimm's Froschkönig-Prinzessin.
Theaterklassiker ganz unterschiedlicher Genres, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Erst im Verlauf des Spiels kristallisieren sich Gemeinsamkeiten heraus.

Magisches Wechsel-Spiel

Es geht um Krieg und Frieden, Liebe und Vertrauen, Sehnsucht und Hoffnung, Traum und Realität. Die Darsteller stürzen sich zu Beginn auf einen Stapel Bücher und schlüpfen in Rollen, die ihnen besonders gut gefallen. Sie stellen sich neben ihre Figuren, um sich zu erklären, schlüpfen erneut hinein, um die Rolle und sich selbst zu verändern, ein gemeinsames thematisches Netz zu knüpfen. Ein nicht immer einfaches Unterfangen angesichts der gegensätzlichen Charaktere.
Es entwickelt sich ein Wechsel-Spiel, im Sinne des Wortes: Die Laiendarsteller spielen im Kostüm der selbst gewählten literarischen Figur mit sich und den anderen, mit der Rolle auf der Bühne und mit persönlichen Lebenserfahrungen. Daraus entsteht eine lebhafte und durchaus experimentelle Interaktion mit eigenen und fremden Ideen.

Spaß am Spiel

Als Zuschauer spürt man deutlich, mit welchem Vergnügen das Ensemble auf der Bühne agiert. Freude und Verzweiflung, Lust und Trauer, Spaß, Enttäuschung, Einsicht - es sind die im Wortsinn zur Schau gestellten Gefühle und ihre Wandlung, die als roter Faden durch das "Magische Spiel in der Moorkuhle" und zu einer fröhlichen Abschlussparade führen, in der die gegensätzlichen Figuren dann doch zueinander gefunden haben.